IBU Logo
INSTITUT für
BETEILIGUNGSBASIERTE
UNTERNEHMENSNACHFOLGE
Institut
Beratung
Forschung

Die »Dynamische Nachfolge« erleichtert es Inhabern von Familienbetrieben ohne Nachfolger, ihr Unternehmen an die eigenen Mitarbeiter zu verkaufen. Das Nachfolge- modell basiert auf einer Indirekten Mitarbeiter- kapitalbeteiligung (IMKB), die den Beschäftigten durch das Finanzinstrument ESOP hilft, das Kapital für den Kaufpreis zu beschaffen.
Finanzinstrument ESOP






ESOP: ein Mitarbeiter-Treuhandfonds





ESOP ist das Finanzinstrument einer indirekten Mitarbeiterkapitalbeteiligung (IMKB). Es handelt sich dabei um einen Mitarbeiter-Treuhandfonds, an den ein Unternehmen oder Unternehmens- anteile verkauft werden. Die Mitarbeiter des Unternehmens sind an diesem ESOP beteiligt. Ihre Unternehmensanteile werden im ESOP gebündelt und verwaltet.




Ihre Rechte als Eigentümer nehmen die Beschäftigten durch ihre Mitgliedschaft im Treuhand- ausschuss wahr. Gegenüber der Gesellschaft werden ihre Interessen durch den Treuhänder vertreten.




Die Arbeitnehmer sind somit nicht unmittelbar, sondern indirekt über den Mitarbeiter-Treuhand-Fonds (ESOP) an ihrem Unternehmen beteiligt. Daraus ergeben sich viele Vorteile. Mehr dazu siehe IMKB.






Die Geschichte



Das Finanzinstrument wurde 1956 entwickelt und wird seit Mitte der siebziger Jahre weltweit genutzt, u.a. in den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Mexiko, Guatemala, Israel, Indien und Südafrika.




Obwohl der ESOP mit der 2020-Strategie der Europäischen Union übereinstimmt und seine Anwendung von verschiedenen EU-Gremien seit Jahren empfohlen wird, ist er in Kontinental-Europa ein weitgehend unbekanntes Finanzinstrument geblieben, was u.a. daran lag, dass das angelsächsische Rechtsmodell nicht so ohne weiteres auf die anderen europäischen Rechts- systeme übertragbar ist.




Doch deutsche Unternehmen können das Finanzinstrument inzwischen nutzen. Denn seit 2011 gibt es ein Rechtsmodell »Deutscher ESOP«. Es wurde von renommierten Rechtswissen- schaftlern entwickelt. IBU arbeitet mit diesen Wissenschaftlern zusammen.






Fakten und Zahlen



 Im Ursprungsland USA gibt es etwa 11.500 Firmen mit ESOPs. Davon sind 97% nichtbörsen-
   notiert
 13% aller in der Privatwirtschaft abhängig Beschäftigten sind an ESOPs beteiligt, wobei 50%
   bei den nicht-börsennotierten Unternehmen beschäftigt sind.
 Die Arbeitnehmer beziehen ca. 3% ihres Gesamteinkommens aus ESOP-Ausschüttungen.
 Bei 4.000 Firmen ist ESOP mehrheitlicher Eigentümer der Firma; bei 2.500 dieser Fälle
   sind die Firmen sogar zu 100% im Besitz des ESOP. 2% der ESOPs werden von
   Gewerkschaften verwaltet.
 ESOPs gibt es in allen Branchen, die meisten jedoch im produzierenden Sektor.
 Mindestens 70% der ESOPs sind/waren fremdfinanziert. Weniger als 2% sind dadurch in
   eine finanzielle Schieflage geraten.
 Das Gesamtvermögen der 11.500 ESOPs in USA wird auf 800 Milliarden Dollar geschätzt.