Vorstudie zum Projektvorhaben »Dynamische Nachfolge«
In Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg führt IBU NachfolgeManagement derzeit eine Studie durch. Sie soll
die Grundlagen für das geplante Projektvorhaben »Dynamische Nachfolge« liefern. Die Studie wird vom Landkreis Germersheim
unterstützt.
»Dynamische Nachfolge« ist ein neues Nachfolgemodell, das Familienunternehmen ohne Nachfolger vor der Betriebsschließung
bewahren soll. Es soll 2012 in einem Pilotprojekt bei zwölf Modellfirmen umgesetzt werden.
Zweck der Vorstudie ist, die Rahmenbedingungen für dieses Pilotprojekt so wirklichkeitsnah und praxisbezogen wie möglich
zu gestalten. Dafür werden erfahrene Unternehmer und Unternehmerinnen in Interviews um ihre Meinung gebeten. Ziel ist,
die Ansichten, Einstellungen, Bedürfnisse oder Ideen der Unternehmer/innen zu erfassen und in die Konzeption des Projekts
einfließen zu lassen. Mehr Informationen siehe:
Info-Blatt zur Studie.
Die Studie wird vom Landrat des Landkreises Germersheim unterstützt.
Das Empfehlungsschreiben von Herrn Dr. Fritz Brechtel kann
hier
eingesehen werden.
Deutscher ESOP für den Mittelstand
Seit Mai 2011 existiert ein deutsches ESOP-Modell.
Dieses Konzept einer indirekten Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung wurde im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts entwickelt.
Er basiert auf dem klassischen US-amerikanischen Fonds-Konzept, wurde jedoch an die rechtlichen und steuerlichen
Gegebenheiten in Deutschland angepasst.
Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Installation des ESOP in Deutschland.
Dadurch rückt der Zeitpunkt näher, ab dem deutsche Unternehmen den ESOP nutzen können und somit auch
nicht-börsennotierte KMU ein fremdfinanziertes Buy-out durchführen können:
• für die Unternehmensnachfolge, insbesondere für jede Form der Betriebsübergabe
an Externe (EBO, MBO, MBI, Dynamische Nachfolge)
• für die Auszahlung von Gesellschaftern oder Erben
• zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation
• zur Bindung von Fachkräften
• zur flexiblen Verbesserung der Einkommenssituation der Mitarbeiter und damit zur Förderung
der privaten Altersvorsorge der Mitarbeiter
• zur Steigerung der Produktivität sowie der Innovationskraft
• als Abwehrinstrument gegen eine feindliche Übernahme
• für ein einheitliches, länderübergreifendes Vergütungskonzept bei international operierenden
Unternehmen
• für ein Secondary Buyout / Tertiary Buyout beim Exit von Investoren
Bewerbung als Modellfirma für Pilotprojekt
Ab sofort können sich Unternehmen als Modellfirma zur Teilnahme an dem Projektvorhaben
„Dynamische Nachfolge“ bewerben.
Teilnahmevoraussetzungen
• Das Unternehmen wird vom Inhaber bzw. von der Inhaberin geführt
• Das Unternehmen ist wirtschaftlich gesund
• Das Unternehmen hat mehr als 10 Mitarbeiter/innen
• Der/die Inhaber/in ist bereit, als Protagonist in einem Dokumentarfilm über das Pilotprojekt
mitzumachen
• Das Unternehmen ist bereit, während des Pilotprojektes an einer soziologischen Studie
teilzunehmen
Beginn des Projektes
Planmäßig im ersten Quartal 2012
Bewerbung und nähere Informationen
IBU NachfolgeManagement
Elisabeth Fuchs
07272-9724-135
pilotprojekt@ibu-nachfolgemanagement.de
Kontaktformular >>>
Mehr über das Projektvorhaben »Dynamische Nachfolge«
Nur 48% der übergabereifen Unternehmen in Deutschland können an ein
Familienmitglied übergeben werden. Der Rest ist darauf angewiesen, die Firma an einen außerfamiliären
Nachfolger zu verkaufen. Experten gehen jedoch davon aus, dass 90% der verkaufswilligen Unternehmen
keinen Käufer finden werden und von Schließung bedroht sind. Betroffen sind über 300.000 KMU und
etwa 1.7 Mio. Beschäftigte, von denen laut Sozialstatistik 66% in Hartz-IV landen würden, mit allen
negativen Folgen für die Menschen und unsere Gesellschaft.
Bei dieser »Dynamischen Nachfolge« sind die Beschäftigten die Nachfolger. Das Besondere an diesem
Employee-Buyout (EBO) ist, dass die Betriebsübergabe an die Mitarbeiter in mehreren Schritten erfolgt
und durch den ESOP ein Finanzinstrument integriert ist, das den Arbeitnehmern den Vermögensaufbau für
die Transaktionsfinanzierung ermöglicht.
ESOP ist ein Mitarbeiter-Treuhand-Fonds, der speziell für nicht-börsennotierte Unternehmen geeignet ist.
Dabei müssen die Beschäftigten nur wenig eigenes Kapital einbringen, da der Erwerb des Unternehmens
durch eine zusätzlich zum Arbeitslohn gewährte Gewinnbeteiligung angespart wird. Der ESOP kann auch
fremdfinanziert werden. Zum Beispiel wenn der Eigentümer sofort übergeben will oder wenn andere
Eigentümer oder Erben ausbezahlt werden müssen.
Im Gegensatz zu den Stock Options Programmen börsennotierter Aktiengesellschaften, ist der ESOP
unabhängig von der Größe und Rechtsform einer Firma. Damit ist er für alle Unternehmen nutzbar,
und zwar nicht nur für die Nachfolge, sondern auch zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation,
zur Bindung von Fachkräften, zur Kombination mit anderen Nachfolgelösungen (z.B. einem MBO/MBI) oder
einfach zur Verbesserung der Einkommenssituation der Mitarbeiter.
Research Partner werden
Banken und Berater können sich als Research Partner am Projekt beteiligen.
Nähere Informationen unter Info-Telefon 07272-9724-135
Mundpropaganda machen
Erzählen Sie Nachbarn, Freunden und Bekannten von dem Projekt. Viele von Ihnen arbeiten in einem Betrieb, der keinen
Nachfolger hat und von der Schließung bedroht ist. Vielleich könnte dieser Betrieb einer der 12 Modellfirmen werden.
Hilfreich ist auch, wenn Sie die Information an Verbände, Kammern und Wirtschaftsförderungen in Ihrer Region weitergeben.